Januar und Februar 2026

"In diesen beiden Monate findet den Bauschnitt der Olivenbäumen statt. Da es sich um eine Tätigkeit, die man per Hand machen kann und keine große Maschinen dafür benötig, erledige ich das selbst. Ich weiß genau  welche Äste ich den Bäumen schneiden muss, damit sie richtig wachsen und  die richtige Form behalten." Azahara

"En cordón"

Die Äste, die ich bisher geschnitten hatte, ließ ich zunächst in Reihenform („en cordón“) auf den Feldern liegen, damit der Traktor der Genossenschaft sie mit einer großen Maschine zu Rindenmulch verarbeiten konnte.

Um jedoch Kosten zu reduzieren (in der Genossenschaft sagten sie mir, eine Traktorstunde kostet 68 € und sie rechnen ab dem Moment ab, in dem sie von der Genossenschaft losfahren), habe ich mich dieses Jahr dazu entschlossen, die Äste zu verbrennen.

Dafür benötigt man eine Genehmigung, die man im Rathaus beantragen kann. Das habe ich getan, musste jedoch ein paar Tage warten, da es windig war. Bei Wind darf man auf dem Land kein offenes Feuer machen.

Äste verbrennen

Es dauerte eine ganze Weile, bis das Feuer endlich richtig entfachte. Doch dann lief alles wie von selbst, und ich konnte Ast für Ast, immer mit Bedacht, ins Feuer legen. Insgesamt zog sich die Arbeit über etwa vier Stunden hin. Vier Stunden lang trug ich die Äste vom Feld zur Feuerstelle – eine anstrengende Arbeit, fast wie ein kleines Training. Am Ende waren meine Arme voller Kratzer, weil ich kurzärmelig gearbeitet hatte.

Für das Feuer suchte ich mir bewusst eine Stelle aus, an der die Flammen die Bäume nicht erreichen konnten.

Die Schaffe von Hugo

Das sind die Schafe von Hugo. Hugo ist ein 20-jähriger junger Mann aus Altura, der sich entschieden hat, den Beruf des Schäfers neben seiner normalen Arbeit auszuüben. Seine Schafe übernachten in meinem Stall auf dem Feld „Berche“, wo sie tagsüber frei herumlaufen und die Wiesen beweiden.

Schafe sind sehr wichtig für die Landschaft. Sie fressen Gras, Sträucher und junge Bäume, sodass die Landschaft offen bleibt und nicht verbuscht. Offene Wiesen bieten vielen Pflanzen, Insekten und Tieren einen Lebensraum.
Außerdem sorgt ihr Kot dafür, dass der Boden fruchtbar bleibt, und ihr Fressen reduziert die Menge an trockenem Gras, das Feuer verursachen könnte.
Dank der Schafe bleiben viele schöne Kulturlandschaften erhalten – sie sind also wie kleine Landschaftsgärtner.

Und das ist Hugo 🙂

Im November letzten Jahres wurden ihm 10 seiner Schafe nachts direkt aus dem Stall gestohlen. Das hat ihn sehr mitgenommen, denn für ihn war es ein großer Verlust. Hugo ist jung und beginnt gerade seinen Weg als Schäfer mit einem kleinen „Rebaño“. Trotzdem bleibt er immer positiv und lässt den Kopf nicht hängen.

Er plant sogar eine Transhumancia – die Wanderung seiner Schafe über mehr als 100 km durch die Landschaft. Hat jemand Lust, dabei mitzumachen?

Natürliche Nahrung für meine Olivenbäume

Meine Olivenbäume bekommen ihre eigene kleine Portion Naturkraft. Sie werden mit Dünger versorgt, der hauptsächlich aus dem Kot der Schafe entsteht – sorgfältig und nach ökologischen Richtlinien hergestellt.

(https://totagro.com/ecofem-granulado-25-kg-ecologico.html

Alles Natur

Die Schafe von Hugo düngen die Felder auf ganz natürliche Weise. Auf meinem Feld dürfen sie allerdings nicht hinein, denn sonst würden sie die bis zum Boden hängenden Äste meiner Olivenbäume fressen.
Aber wie man auf dem Bild sehen kann, verirrt sich ab und zu doch mal eines von ihnen zwischen die Felder 😄